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Neu in der Führung

veröffentlicht 10.09.2021 (aktualisiert 11.09.2021) | 7 min. Lesezeit

Wie der Wechsel in die Führungsposition gelingt

Vom Mitarbeitenden zur Führungsperson im eigenen Team. Wie gelingt der Schritt und worauf können Sie achten? Ein Augenmerk auf den Rollenwechsel, eine gute Vorbereitung durch eine Auslegeordnung, eine kompetente Begleitung diese drei Faktoren sind entscheidend. In diesem Blogartikel teilen wir unsere Erfahrungen.

1. Wie gelingt der Rollenwechsel?

Der Rollenwechsel vom Mitarbeitenden zur Führungsperson ist ein prägender Schritt. Wer diesen nicht schafft, läuft Gefahr aus Überforderung entweder dominant aufzutreten, sich in ein Loch zu verkriechen oder in der Rolle des Teammitglieds hängen zu bleiben. Hier ein paar Praxistipps für neue Führungskräfte, wie der Wechsel gelingt.

Um den Rollenwechsel zu meistern, müssen Sie zuerst einmal verstehen, dass Sie nicht mehr zum Team gehören. Es mag dramatisch klingen. Doch: bereiten Sie sich auf das Gefühl der Einsamkeit vor. Sie sind nicht mehr Mitglied der WhatsApp-Gruppe des Teams und ihr Team geht ohne Sie Mittagessen. Diese Gefässe «ohne Sie» sind wichtig für den informellen Austausch des Teams. Entweder sind Sie nun gekränkt oder Sie organisieren sich neu. Vernetzen Sie sich intern und extern mit Personen in gleichen oder ähnlichen Führungspositionen. Somit schlagen Sie zwei Fliegen auf einen Streich: Sie erschaffen sich Ihr eigenes «Team» und Sie können sich mit Peers austauschen.

2. Wer bin ich als Führungsperson? Wo will ich hin?

Es hilft, wenn Sie sich vor Antritt Ihrer Führungsrolle Gedanken machen und sich anhand unseres Leadership Canvas auf Ihre neue Aufgabe vorbereiten. Ein Wissen um die eignen Werte, Überzeugungen, Fähigkeiten, Talente und Ressourcen hilft bei der Selbstführung. Welche Ziele möchten Sie erreichen? Was ist Ihr Purpose? Welche Ziele müssen Sie mit Ihren Team erreichen? Was sind erste Schritte und Umsetzungsmassnahmen?

Vorlage Leadership-Canvas

 

Wie gestalte ich die ersten Wochen als neue Führungsperson?

###Beobachten - Zuhören - Fragen stellen

In den ersten Wochen müssen Sie nicht die Welt neu erfinden. Es geht mehr darum, in die neue Rolle hineinzuwachsen. Stellen Sie Fragen, beobachten Sie und hören Sie zu. Lassen Sie Ihre Mitarbeitenden an Ihrer Herangehensweise teilhaben.

Führen Sie Erwartungsgespräche mit den Mitarbeitenden. Sie erfahren was sie bewegt und bekommen ein Gefühl dafür wo jedes Teammitglied steht. Zeigen Sie Wertschätzung und legen somit ein Vertrauensband zu Ihren Mitarbeitenden.

###Schatzkarte

Die gewonnenen Eindrücke aus Ihren Beobachtungen und Gesprächen halten Sie auf Ihrer «Schatzkarte»* fest: Was läuft gut? Wo besteht Handlungsbedarf? Was motiviert/demotiviert die Mitarbeitenden?

Ihre «Schatzkarte» ist am Ende Ihrer «Eingewöhnungsphase» voller Themen. Nun gilt es diese zu strukturieren und anschliessend zu priorisieren.

*Schatzkarte: Halten Sie Ihre Erkenntnisse aus Ihrer «Eingewöhnungsphase» an einem Ort fest, in digitaler oder physischer Form. Ihre Führungsaufgaben werden für Sie sichtbar, sie haben einen Plan (Schatzkarte) und können die Themen bearbeiten und priorisieren. Der «Schatz» ist Ihre Wirkung als Führungskraft, die daraus resultiert.

###Quick Win

Hat sich ein «Quick Win»-Thema herauskristallisiert, setzen Sie dieses zuerst um. Ein «Quick Win»-Thema ist eines, mit dem Sie schnell punkten und eine grosse Wirkung erzielen können. Dieses Erfolgserlebnis gibt Ihnen einen Schub, Selbstvertrauen und macht Sie sichtbar als Führungskraft.

 

Selbstreflexion

Rollenwechsel geglückt? Üben Sie sich immer wieder in Selbstreflektion: Diskutieren Sie nach der Startphase immer noch mit wie eine Fachperson oder leiten Sie das Team und treffen Entscheidungen? Mitarbeitende erwarten niemanden, der Ihnen fachlich überlegen ist, sondern jemanden, der sie führt, inspiriert und Entwicklung ermöglicht. Sie begleiten die Mitarbeitenden als Sparringpartner auf ihrem Weg, wie ein Trainer seine Athleten. Der Trainer gibt Feedback, zeigt Wertschätzung, reflektiert mit dem Athleten zusammen die erzielten Leistungen und definieren Anreize für den Athleten.

3. Das Potential der Reflektion nutzen

Einige Unternehmen stellen ihren «Neuen» eine erfahrene Führungskraft (Mentor) aus dem Kreis des Unternehmens zur Seite. Falls ein solches Angebot ausbleibt, lassen Sie sich durch einen externen Coach begleiten.

Es ist wichtig, sich als Führungsperson zu reflektieren und Führungsfehler zu analysieren. Mit der Begleitung einer «neutralen Person» gestalten Sie Ihre Rolle aktiv.

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